Donnerstag, 22. Dezember 2011

Nach dem sehr netten Tangofestival am Samstag Abend mit 3 Bühnen, Musikgruppen, Showtänzern, Sängern und jeder Menge spontanem Tanzen auf der Straße (neeein, ich nicht... ), ging es Sonntag dann mit einer Gruppe von Leuten zum Segeln. Witzigerweise waren wir alle Deutsche bis auf die Organisatorin, die Kolumbianerin ist. Ein sehr netter Tag mit jeder Menge Sonne, super Segelwetter, viel Gelächter und einem entspannten Chil-Out in Recoleta mit dem ein oder anderen kühlen Getränk.






Abends ging es dann für mich gleich weiter mit Tango und zwar bei einem Konzert mit Tango Songs der 20er Jahre. War auch sehr nett, allerdings sind mir vor Hitze und Müdigkeit vom Tag dann irgendwann die Augen zu gefallen. Wenigstens hab ich nicht angefangen zu flennen bei den ganzen melancholischen und schlichtweg traurigen Liedern.
Seit Montag hab ich fast so was wie einen geregelten Tag. Morgens Klinken putzen bei deutschen Firmen (mittlerweile hab ich schon 40 abgegrast) und nachmittags Spanisch Unterricht. Abends treffe ich mich dann öfters noch mit irgendwelchen Expats, die einem ja vielleicht auch noch Job-Ideen geben könnten. Wie Ihr also seht, bin ich auch ohne Job fast im Stress :-)
Dienstag habe ich dann eines meiner Abschiedsgeschenke eingelöst. Eine Fahrradtour durch Buenos Aires. Ich wusste nicht, dass Ihr mich sooo dringend loswerden wollt!! Ich dachte es reicht, wenn ich ans andere Ende der Welt ziehe, aber Ihr wolltet echt sicher gehen, dass ich nicht überlebe, oder? Hab ich aber doch, ätsch! ;-) Nee, im Ernst war ganz ok, obwohl man hier als Fahrradfahrer ganz, ganz unten in der Nahrungskette ist. Und das bei dem an und für sich schon wahnsinnigen Verkehr. War aber wirklich gut und an manchen Stellen haben sie sogar schon Fahrradwege. Kaum zu glauben. Auf jeden Fall weiß ich jetzt warum Boca Junios (das beliebteste Fußballteam von Buenos Aires) die Farben blau-gelb trägt. Früher war es schwarz-weiß, aber ein anderes Team hatte auch schwarz-weiß. Nach einem Spiel gegen dieses Team, das Boca verloren hat, beschlossen die Spieler während sie unten am Hafen saßen und weinten, dass sie ihre Farben ändern müssen. Man einigte sich dann darauf, dass man die Farben der Flagge des nächsten Schiffes nehmen würde, das im Hafen einlaufen würde. Es war ein schwedisches Schiff. :-) Ansonsten haben wir noch den Hafen besichtigt, la Boca selbst, ein bisschen von San Telma und ein kleines Naturreservat am Hafen von Buenos Aires. Alles bei schnuckeligen 38 Grad 3,5 Std. lang auf dem Fahrrad. Hatte auch nur ganz leichten Sonnenbrand.








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