So, heute auch noch mal ein Eintrag von mir. Auch wenn ich sagen muss, dass in den letzten Tagen eigentlich nicht wirklich viel passiert ist. Vielleicht hätte ich Alfredo doch glauben sollen, als er sagte, im Januar ist Buenos Aires tot. Jobtechnisch hat sich leider bisher gar nichts getan. Von dem Vorstellungsgespräch hab ich wie erwartet nie wieder was gehört. Ich habe meine Suche nun auf internationale Firmen ausgeweitet, mal sehen, ob sich da etwas tut. Zur Zeit hoffe ich sehr, zu einem Vorstellungsgespräch auf einen konkreten Job eingeladen zu werden, der mich sehr interessieren würde. Also bitte Daumen drücken :-) Ansonsten ist einfach Abwarten angesagt... Die Wartezeit vertreibe ich mir mit Sightseeing oder ich treffe mich mit Regi (die genau wie ich auf Jobsuche ist) und/oder anderen Internationalen. Ab und zu ist sogar mal eine Argentinierin dabei :-)) Im Zeichen der Integration sollte das wohl auch so sein... Und drei Tage dieser Woche war ich auch immer sehr froh, sobald ich mein Haus verlassen konnte, da das Hostel von einer Familie mit einem 2jährigen Kind heimgesucht wurde. Dieses Kind hat nicht eine Sekunde aufgehört zu reden! Und das ist jetzt keine Übertreibung. Betty die Hostelbesitzerin hat es "Máquina de hablar" getauft, die Sprechmaschine... Ich war mehrfach kurz vorm Amok laufen. Deshalb war Flucht sicher die bessere Lösung. :-) So hat mich die letzte Woche nach Recoletta geführt, wo ich den berühmten Friedhof mit dem Grab von Evita (enttäuschend klein und unscheinbar im Vergleich zu den anderen Prunkgräbern) besucht habe, gefühlt zusammen mit einer deutschen Kleinstadt die sich aus mehreren Touristenbussen wälzte.
Ein paar Straßen weiter gibt es dann die Floralis Generis, eine Metallkonstruktion die aussieht wie eine große Blüte und sich, als sie noch funktionierte, abends schloss und morgens wieder öffnete.
Des Weiteren war ich im Reserva Ecologica, einer riesigen Grünfläche am Ufer des Rio de la Platas in der man stundenlang umherwandern kann und die ein Schutzgebiet für Vögel ist. Wenig Vögel gesehen, aber einen netten kleinen Sonnenbrand bekommen. :-)
Was zur Zeit sehr schön ist, ist der Verano en la ciudad (Sommer in der Stadt). Das sind jede Menge kostenlose Open-Air Veranstaltungen über Buenos Aires verteilt: Konzerte, Theatervorführungen, open-air Kino, etc. Davon stand bereits einiges auf dem Programm. Am Donnerstag wollte ich mit Regi eigentlich eine Luft-Tango-Show sehen. Wie sich herausstellte hatte man aber wohl das Programm geändert oder es stand falsch im Internet und wir sind bei einer sehr experimentellen Literatur-Lesung mit noch experimentelleren Musikbegleitung gelandet. Da hat selbst der Liter Quilmes nicht geholfen, den wir dabei hatten. Aber es war eine Erfahrung... Heute steht noch ein Besuch im Barrio Chino (China town) an, wo wir uns die Festlichkeiten zum am Montag beginnenden neuen chinesischen Jahr des Wasserdrachens anschauen werden und später Open-Air Kino. Tja, wenn sich die Jobsuche mal genauso einfach gestalten würde, wie mein Sozialleben.. Aber ich will nicht meckern. Es gibt Schlimmeres als bei konstant über 30 Grad in Buenos Aires viel Zeit zu haben, um sich Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen oder neue Cafés und Kneipen anzuschauen.... :-)
Bis demnächst
Britta
Hallo Britta,
AntwortenLöschenich Drücke Dir die Daumen für Deinen "konkreten Job", darauf dass sie Dich einladen!
liebe Grüsse Regina
Hi Britta,
AntwortenLöschendu hast ja richtig Farbe angenommen!! Scheint tatsächlich warm da unten zu sein... :-))
Hanno.